Trainingsdaten sind die Beispiele, aus denen ein Modell lernt. Um beurteilen zu können, ob es wirklich gelernt hat, werden die verfügbaren Daten in Trainings-, Validierungs- und Testmenge aufgeteilt.
Die verfügbaren Daten werden vor dem Training in drei getrennte Teile zerlegt.
Übliche Aufteilungen liegen bei etwa 70 zu 15 zu 15 Prozent, ohne dass diese Werte festgelegt wären.
Auf den Trainingsdaten ist ein Modell fast immer gut — notfalls, weil es sie auswendig gelernt hat. Erst unbekannte Daten zeigen, ob es die zugrunde liegende Regelmäßigkeit erfasst hat; genau das meint Generalisierung. Ein hoher Trainings- bei niedrigem Testerfolg ist das Kennzeichen von Overfitting.
Wer die Testmenge wiederholt zur Auswahl heranzieht, passt das Modell indirekt an sie an. Der Testwert wird dann zu optimistisch und verliert seine Aussagekraft. Deshalb die getrennte Validierungsmenge für alle Entscheidungen während der Entwicklung.
Bei knappen Daten ist eine feste Aufteilung verschwenderisch. Stattdessen teilt man die Daten in k gleich große Teile, trainiert k-mal und nutzt jedes Mal einen anderen Teil zur Bewertung. Der Mittelwert der Durchgänge ist belastbarer als eine einzelne Aufteilung; das Verfahren heißt k-fache Kreuzvalidierung.
Die Zusammensetzung der Trainingsdaten bestimmt, was ein Modell kann — und welche Verzerrungen es übernimmt. Sind bestimmte Gruppen oder Fälle unterrepräsentiert, schlägt sich das in den Vorhersagen nieder; dieser Zusammenhang ist der Kern des Themas Bias. Bei LLM kommt hinzu, dass Testfragen unbemerkt im Trainingskorpus enthalten sein können, was Benchmark-Ergebnisse entwertet (Datenkontamination).