KI-Glossar ·Grundlagen

Superintelligenz

Auch: Superintelligence, ASI, Artificial Superintelligence, Künstliche Superintelligenz

Unter Superintelligenz versteht man eine hypothetische KI, die die kognitiven Fähigkeiten der besten Menschen in praktisch allen Bereichen deutlich übertrifft. Geprägt wurde der Begriff vor allem durch Nick Bostroms gleichnamiges Buch (2014).

Begriff

Der Philosoph Nick Bostrom definierte Superintelligenz 2014 als Intellekt, der die besten menschlichen Gehirne in praktisch jedem Bereich weit übertrifft — einschließlich wissenschaftlicher Kreativität, Allgemeinwissen und sozialer Fähigkeiten. Die Grundidee ist älter: Schon der Statistiker I. J. Good beschrieb 1965 eine „ultraintelligente Maschine" als die letzte Erfindung, die der Mensch selbst machen müsste.

Der postulierte Weg dorthin

Als plausibelster Mechanismus gilt in der Debatte die Intelligenzexplosion: Sobald KI die KI-Forschung selbst übernimmt, könnte sich der Fortschritt rückgekoppelt beschleunigen — von menschlichem Niveau (AGI) aus in kurzer Zeit weit darüber hinaus. Ob und wie schnell das geschähe, ist umstritten; Engpässe wie Rechenleistung, Energie oder notwendige Experimente könnten den Prozess bremsen.

Das Kontrollproblem

Mit der Möglichkeit einer Superintelligenz verbindet sich die zentrale Sorge der KI-Sicherheitsforschung: Ein System, das Menschen in praktisch allem übertrifft, ließe sich nicht mehr durch Überwachung oder Abschalten kontrollieren. Verlässlich wäre nur, dass seine Ziele von vornherein mit menschlichen Werten übereinstimmen — das Alignment-Problem. Szenario-Arbeiten wie „AI 2027" spielen durch, wie ein Wettrennen um Superintelligenz verlaufen könnte.

Abgrenzung

AGI bezeichnet menschliches Niveau in der Breite, Superintelligenz die hypothetische Stufe weit darüber. Beide sind bislang nicht erreicht; die Superintelligenz ist der spekulativere der beiden Begriffe.

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