Michael I. Jordan, von der Fachzeitschrift Science als einflussreichster Informatiker bezeichnet, äußert sich kritisch zu einer verbreiteten Diskurstendenz in der KI-Forschung: Die Warnungen vor existentiellen Superintelligenz-Risiken hält er für Science-Fiction ohne wissenschaftliche Grundlage. Besonders pointiert kritisiert er junge Forscher, deren Rücktritte aus KI-Projekten als „moralisierende Performance" wahrnimmt, sowie Regulierungsforderungen von Unternehmen als „Theater". Jordans zentrale These: Die Annahme, das menschliche Gehirn ließe sich direkt in Silizium reproduzieren (wie von Geoffrey Hinton vertreten), sei „in keinem einzelnen Schritt glaubwürdig". Dies ist relevant für die aktuelle Debatte über AI Safety, Regulierung und die Glaubwürdigkeit von Risiko-Narrativen in der KI-Szene.