Während Unternehmen KI-Agenten massiv einsetzen, wächst ein unterschätztes Risiko: Nicht die Agenten selbst, sondern die unkontrollierte Komplexität ihrer Vernetzung. Wenn zehn Agenten untereinander APIs aufrufen und Ketten von Entscheidungen auslösen, verlieren Unternehmen schnell den Überblick – Security-Teams können nicht mehr sagen, welcher Agent auf welche Systeme zugreift. Das Problem verschärft sich durch Permissions-Drift (breite Zugriffsrechte, die niemand mehr aktiv nachverfolgt) und diffuse Verantwortung über Multi-Agent-Workflows hinweg. Der Text argumentiert, dass echte Governance nicht auf Checklisten bei Agent-Deployment basieren darf, sondern kontinuierliche, Chain-übergreifende Sichtbarkeit und Enforcement braucht: Wer hat welche Identität, was löst was aus, und vor allem – wer kann das System im Fehlerfall stoppen, bevor der Schaden passiert?