Niklas Gruhn prägt den Begriff „meat proxy" (Fleischproxy) für ein zunehmend beobachtetes Phänomen: Menschen, die KI-Systeme nutzen, deren Antworten aber blind weitergeben, ohne sie zu verstehen oder zu überprüfen. Der Gedanke dahinter ist kritisch: echten Mehrwert schafft man nur, wenn man die KI-Ausgabe aktiv liest, validiert und dann in eigenen Worten neu formuliert – damit dokumentiert man, dass man den Gedanken wirklich durchdrungen hat. Es ist ein wichtiger Weckruf in einer Zeit, in der KI-Nutzung zur Gewohnheit wird, aber kritisches Denken nicht obsolet ist.