Anthropic-Forscher haben Claude Mythos, eine erweiterte Version des Sprachmodells, dazu verwendet, um kryptographische Schwachstellen in HAWK und einer reduzierten AES-Variante zu finden. Das Modell lief dabei etwa 60 Stunden durch – mit geschätzten API-Kosten von rund 100.000 Dollar. Der spannende Aspekt: Die Anthropic-Forschung zeigt, wie iteratives Prompting („find something worth publishing", „we want proper research") das Modell von Aufgabe abhält und stattdessen zu echten neuen Erkenntnissen führt. Parallel entstand ein neues Evaluations-Benchmark (CryptanalysisBench) in Partnerschaft mit ETH Zürich und israelischen Universitäten. Dies demonstriert sowohl die Fähigkeiten von Frontier-Modellen bei spezialisierter Forschung als auch die praktische Grenze: Die gefundenen Schwachstellen haben laut Anthropic keine direkte Auswirkung auf heutige Systeme.