Davon in der stärksten Hitzewelle (17.06.–29.06.2026): 10.219 · alle 4 Hitzewellen zusammen: 15.655
Das RKI-Modell zählt keine einzelnen Todesfälle. Es vergleicht, wie viele Menschen in warmen Wochen sterben und wie viele in vergleichbaren kühlen Wochen. Die Differenz gilt als Zahl der hitzebedingten Sterbefälle.
Die gemeldeten Sterbefälle über dem üblichen Wert sind dagegen wirklich gezählt. Man nimmt die gemeldeten Sterbefälle einer Kalenderwoche und zieht davon den Median (den mittleren Wert) derselben Kalenderwoche in den Vorjahren ab. Übrig bleibt, wie viele Menschen mehr gestorben sind als üblich — aus allen Gründen, nicht nur wegen Hitze.
Der Wert je Hitzewelle ist einfach die Summe der geschätzten Wochenwerte. Zu jeder einzelnen Woche gehört zwar eine Spanne, in der der wahre Wert wahrscheinlich liegt. Solche Spannen darf man aber nicht zusammenzählen. Bei den einzelnen Hitzewellen steht deshalb keine Spanne. Beim Jahreswert steht eine — die rechnet das RKI selbst aus und veröffentlicht sie mit.
Warum eine einzige Hitzewelle fast so viele Sterbefälle hat wie das ganze Jahr. Das RKI veröffentlicht ausschließlich Wochenwerte. Berührt eine Hitzewelle eine Kalenderwoche auch nur an einem Tag, geht der volle Wochenwert in die Summe ein. Gezählt werden also alle Sterbefälle der betroffenen Kalenderwochen, nicht nur die der heißen Tage. Die Zahl ist deshalb eher zu hoch als zu niedrig.
Warum die Summe der Hitzewellen nicht den Jahreswert ergibt. Dafür gibt es drei Gründe:
Übersterblichkeit heißt: Es sterben mehr Menschen als sonst um diese Jahreszeit üblich. Die Seite stellt zwei Zahlenreihen gegenüber — die gemeldeten Sterbefälle (gezählt, aber rund vier bis fünf Wochen verspätet) und die RKI-Schätzung (sofort verfügbar).
Diese Seite zeigt zwei getrennte Zahlenreihen und stellt sie einander gegenüber:
Oben lässt sich ein anderes Jahr auswählen; Karte, Tabellen und Kurven zeigen dann dieses Jahr. Eine Tabelle weiter unten zeigt, wie gut die Schätzung zu den später gemeldeten Zahlen passte.
Für diese Seite liegen gemeldete Sterbefallzahlen erst ab 2021 vor. Der Vergleich mit den Vorjahren braucht mindestens zwei frühere Jahre. Deshalb gibt es die gemeldeten Sterbefälle über dem üblichen Wert hier erst ab 2023. Temperaturen und RKI-Schätzung reichen weiter zurück; die RKI-Jahreswerte beginnen 2016.
Achtung: Erst 9 von 10 Hitzewellen-Wochen 2026 gemeldet. Ein helles Bundesland kann also auch einfach heißen: Dort fehlen Meldungen. Vollständig ist nur die Ansicht „RKI-Schätzung".
Die Farbe zeigt: Wie viele Sterbefälle mehr als üblich gab es 2026 in den Hitzewellen-Wochen, gerechnet je 100.000 Einwohner? Je dunkler, desto mehr; die hellste Farbe hat das Bundesland mit dem niedrigsten Wert. Gerechnet wird so: gemeldete Sterbefälle einer Woche (Statistisches Bundesamt) minus dem Median (dem mittleren Wert) derselben Kalenderwoche in den Vorjahren. Diese Differenzen werden über alle Hitzewellen-Wochen zusammengezählt.
Diese Zahlen sind tatsächlich gezählt. Sie umfassen aber jeden Todesfall über dem üblichen Wert, auch solche, die nichts mit Hitze zu tun haben. Grau eingefärbt sind Bundesländer, für die sich kein Wert berechnen lässt: Entweder fehlen Vergleichsdaten aus den Vorjahren, oder es gab dort keine Hitzewelle. Im laufenden Jahr können die jüngsten Hitzewellen-Wochen noch fehlen, weil sie noch nicht gemeldet sind; die Summen decken dann nur die bereits gemeldeten Wochen ab.
Die Karte rechnet die Zahlen auf je 100.000 Einwohner um. Nur so lassen sich Nordrhein-Westfalen und das Saarland überhaupt vergleichen. Die Sterbefallzahlen selbst — also Personen, nicht je 100.000 — stehen in der Hitzewellen-Tabelle und in den Kacheln oben; tippen oder zeigen Sie auf ein Bundesland, um seine Zahlen zu sehen.
Skala: gemeldete Sterbefälle über dem üblichen Wert, je 100.000 Einwohner — alle Todesursachen, nicht nur Hitze.
| Hitzewelle | Kalender- wochen |
RKI-Schätzung: hitzebedingte Sterbefälle |
gemeldet: Sterbefälle über dem üblichen Wert |
|---|---|---|---|
| 23.05.–27.05.2026 | 21–22 18.05.–31.05. |
148 | 502 |
| 17.06.–29.06.2026 | 25–27 15.06.–05.07. |
10.219 | 11.257 |
| 06.07.–16.07.2026 | 28–29 06.07.–19.07. |
1.420 | 495 |
| 28.07.–16.08.2026 | 31–33 27.07.–16.08. |
3.868 | 1.728 erst 2 von 3 Wochen |
| alle Hitzewellen | 10 Wochen | 15.655 | 13.983 erst 9 von 10 Wochen |
| alle Wochen mit RKI-Schätzung (auch ohne Hitzewelle) |
15–35 06.04.–30.08. |
16.265 | – |
| Jahr 2026 gesamt | – | 16.300 wahrscheinlich zwischen 14.800 und 17.700 |
– |
Gemeldet heißt: Sterbefälle über dem üblichen Wert der Vorjahre (Statistisches Bundesamt, alle Todesursachen); ein Minus heißt: weniger als üblich. Beide Quellen rechnen in ganzen Kalenderwochen — auch kühle Tage zählen mit, die Wellen-Zahlen sind eher zu hoch.
Die Wellen-Zahl ist die Summe der geschätzten Wochenwerte. Die geschätzten Werte darf man zusammenzählen. Die Spannen der einzelnen Wochen darf man aber nicht zusammenzählen — das ergäbe eine falsche Zahl. Deshalb steht bei den einzelnen Hitzewellen keine Spanne.
Die Zeile „alle Hitzewellen" zählt jede Kalenderwoche nur einmal, auch wenn sie zu zwei Wellen gehört. Ihre Summe kann deshalb kleiner sein als die Summe der einzelnen Zeilen.
Die Zeile „Jahr gesamt" stammt aus einer anderen Veröffentlichung des RKI (Jahreswerte je Bundesland). Dort rechnet das RKI die Spanne selbst aus, deshalb steht sie hier.
Die Summe der Hitzewellen ergibt aus drei Gründen nicht denselben Wert wie das Jahr. Erstens zählt sie nur die Hitzewellen-Wochen. Die Zeile „alle Wochen mit RKI-Schätzung" darüber zeigt, wie viele Sterbefälle auch außerhalb der Hitzewellen auf Hitze zurückgeführt werden. Zweitens kommt der Jahreswert aus einer anderen Veröffentlichung und wird dort unabhängig berechnet und gerundet. Drittens sind beides geschätzte Werte, bei denen kleine Unterschiede normal sind.
„RKI-Schätzung fehlt noch" heißt: Der Wochenbericht des RKI reicht noch nicht bis zu dieser Woche. „noch nicht gemeldet" heißt: Das Statistische Bundesamt hat die Sterbefälle dieser Wochen noch nicht veröffentlicht. „zu wenig Vergleichsjahre" steht bei früheren Jahren: Auf dieser Seite liegen gemeldete Sterbefälle erst ab 2021 vor, und der Vergleich braucht mindestens zwei frühere Jahre.
Außerhalb von Hitzewellen liegen die beiden gelben Linien fast genau aufeinander. Ihr Abstand beträgt dann meist ein paar Dutzend Sterbefälle und ist im Diagramm dünner als ein Strich: Ohne Hitze gibt es eben auch keine hitzebedingten Sterbefälle. Sichtbar auseinander gehen die Linien erst in heißen Wochen, dann aber deutlich.
Die gelb gefüllte Fläche zwischen den beiden gelben Linien ist die geschätzte Zahl hitzebedingter Sterbefälle dieser Woche. Wenn die blaue Linie der gemeldeten Sterbefälle nahe an der oberen gelben Linie liegt, hat die Schätzung die Wirklichkeit gut getroffen. Für einzelne Bundesländer veröffentlicht das RKI keine Wochenwerte, dort fehlen die gelben Linien.
Wenn beide Balken bei einer Hitzewelle gleichzeitig hoch ausfallen, hat die Schätzung gut vorhergesagt, was später tatsächlich gemeldet wurde.
Sortiert nach der letzten Spalte (RKI-Schätzung je 100.000 Einwohner). Ein Minus heißt: weniger Sterbefälle als in den Vorjahren üblich.
| Bundesland | gemeldet: Sterbefälle über dem üblichen Wert (Hitzewellen-Wochen) |
gemeldet: Sterbefälle über dem üblichen Wert (Sommer, Juni–August) |
RKI-Schätzung: hitzebedingte Sterbefälle |
geschätzter Bereich (Sterbefälle) |
gemeldet: Sterbefälle über dem üblichen Wert je 100.000 Einwohner |
RKI-Schätzung: hitzebedingte Sterbefälle je 100.000 Einwohner |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Saarland | 304 (erst 8 von 9 Wochen) | 310 (erst 10 von 14 Wochen) | 560 | 370 bis 760 | 30,5 | 56,7 |
| Rheinland-Pfalz | 832 (erst 8 von 9 Wochen) | 1.100 (erst 10 von 14 Wochen) | 2.050 | 1.600 bis 2.400 | 20,2 | 49,7 |
| Hessen | 846 (erst 8 von 9 Wochen) | 1.348 (erst 10 von 14 Wochen) | 2.280 | 1.770 bis 2.770 | 13,5 | 36,4 |
| Baden-Württemberg | 1.486 (erst 8 von 9 Wochen) | 1.984 (erst 10 von 14 Wochen) | 3.870 | 3.210 bis 4.540 | 13,2 | 34,5 |
| Deutschland | 13.983 (erst 9 von 10 Wochen) | 11.136 (erst 10 von 14 Wochen) | 16.300 | 14.800 bis 17.700 | 16,8 | 19,7 |
| Nordrhein-Westfalen | 2.706 (erst 8 von 9 Wochen) | 3.160 (erst 10 von 14 Wochen) | 3.110 | 2.270 bis 3.920 | 15,1 | 17,3 |
| Bayern | 1.302 (erst 6 von 7 Wochen) | 1.124 (erst 10 von 14 Wochen) | 2.220 | 1.570 bis 2.960 | 9,8 | 16,7 |
| Sachsen | 416 | 678 (erst 10 von 14 Wochen) | 570 | 240 bis 890 | 10,4 | 14,1 |
| Thüringen | 204 | 243 (erst 10 von 14 Wochen) | 290 | 40 bis 540 | 9,8 | 14,1 |
| Sachsen-Anhalt | 146 | 136 (erst 10 von 14 Wochen) | 220 | -30 bis 460 * | 6,9 | 10,5 |
| Brandenburg | -69 | 170 (erst 10 von 14 Wochen) | 200 | -60 bis 460 * | -2,7 | 7,7 |
| Niedersachsen | 326 | 518 (erst 10 von 14 Wochen) | 530 | 130 bis 970 | 4,2 | 6,8 |
| Berlin | 157 | 37 (erst 10 von 14 Wochen) | 230 | -10 bis 480 * | 4,3 | 6,4 |
| Bremen | 12 | -84 (erst 10 von 14 Wochen) | 40 | -70 bis 140 * | 1,7 | 5,0 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 2 | -34 (erst 10 von 14 Wochen) | 50 | -100 bis 220 * | 0,1 | 3,3 |
| Hamburg | 6 | 68 (erst 10 von 14 Wochen) | 50 | -50 bis 150 * | 0,3 | 2,6 |
| Schleswig-Holstein | 48 | -68 (erst 10 von 14 Wochen) | 60 | -90 bis 230 * | 1,6 | 2,2 |
Welche Kalenderwochen als Hitzewelle gelten, entscheidet für jedes Bundesland eine Referenz-Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes: mindestens drei Tage in Folge mit mindestens 30 °C. Diese Seite wertet fünf über das Land verteilte Stationen aus; Bundesländer ohne eigene Station bekommen die nächstgelegene. Ein Strich „–" heißt: Dort gab es keine Hitzewelle, oder es fehlen Vergleichsdaten aus den Vorjahren.
* Der geschätzte Bereich reicht bis unter null. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass die Hitze in diesem Bundesland 2026 gar keine zusätzlichen Sterbefälle verursacht hat. Das betrifft vor allem kleine Bundesländer: Dort verändern schon ein paar Todesfälle mehr oder weniger das Ergebnis deutlich.
Hier lässt sich nachträglich prüfen, wie gut die Schätzung war. Für ganz Deutschland stehen die RKI-Schätzung eines Jahres und die später tatsächlich gemeldeten Zahlen derselben Zeiträume nebeneinander. Alle Werte sind Sterbefälle in ganz Deutschland.
Die beiden Zahlen messen nicht dasselbe. Das Modell schätzt nur, wie viele Sterbefälle auf die Temperatur zurückgehen. Die gemeldete Zahl umfasst dagegen alles, was vom üblichen Wert abweicht — auch Grippewellen oder Corona-Nachwirkungen.
Die beiden Zahlen werden deshalb nie genau gleich sein. Wenn sie aber ungefähr gleich groß ausfallen und von Jahr zu Jahr in dieselbe Richtung gehen, spricht das für das Modell. Wichen sie dauerhaft in eine Richtung ab, wäre das Modell fragwürdig.
Ein Minus heißt: In diesen Wochen starben weniger Menschen als in den Vorjahren üblich.
| Jahr | RKI-Schätzung: hitzebedingte Sterbefälle |
geschätzter Bereich (Sterbefälle) |
gemeldet: Sterbefälle über dem üblichen Wert (Hitzewellen-Wochen) |
gemeldet: Sterbefälle über dem üblichen Wert (Sommer, Juni–August) |
|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2.700 | 1.400 bis 4.000 | -4.210 | -10.406 |
| 2024 | 2.400 | 900 bis 3.700 | 206 | 1.677 |
| 2025 | 2.400 | 1.200 bis 3.600 | 834 | -3.476 |
| 2026 (laufend) | 16.300 | 14.800 bis 17.700 | 13.983 (erst 9 von 10 Wochen) | 11.136 (erst 10 von 14 Wochen) |
So wird gerechnet: gemeldete Sterbefälle einer Woche minus dem Median (dem mittleren Wert) derselben Woche in bis zu vier Vorjahren; die Differenzen werden zusammengezählt. Beim laufenden Jahr fehlen die jüngsten Wochen noch, weil sie erst rund vier bis fünf Wochen später gemeldet werden. Auf dieser Seite liegen gemeldete Sterbefälle erst ab 2021 vor, deshalb startet der Vergleich 2023.
Wichtig für die ersten Jahre: Der Vergleichswert stammt größtenteils aus den Corona-Jahren 2021 und 2022. Damals starben ohnehin ungewöhnlich viele Menschen. Gemessen an diesem hohen Vergleichswert fallen die Zahlen der Folgejahre — vor allem 2023 — zu niedrig aus. Die früheren Jahre 2018 und 2019 stehen in der Tabelle „Einordnung: die RKI-Schätzung über die Jahre" weiter unten. Für sie lässt sich die Schätzung hier nicht überprüfen, weil die gemeldeten Sterbefallzahlen erst ab 2021 vorliegen.
Für ganz Deutschland zählt eine Kalenderwoche als Hitzewellen-Woche, sobald mindestens eine der fünf Referenz-Wetterstationen eine Hitzewelle gemessen hat. Diese Seite wertet fünf über das Land verteilte Stationen aus (Saarland, Hamburg, Berlin, Bayern, Sachsen). Jedes Bundesland bekommt davon die nächstgelegene als Referenz — eine eigene Station hat also nicht jedes Land. Das RKI selbst rechnet mit 52 Stationen.
Die Tabelle zeigt die geschätzten hitzebedingten Sterbefälle in ganz Deutschland seit 2016. So lässt sich sehen, ob 2026 mehr oder weniger Sterbefälle hatte als frühere Hitzesommer wie 2018, 2019 oder 2022. Achtung: Das sind durchgehend geschätzte Werte, keine gezählten Fälle. Welche Jahre sich überprüfen lassen, steht in der Vergleichstabelle oben.
| Jahr | geschätzte hitzebedingte Sterbefälle in ganz Deutschland | geschätzter Bereich (Sterbefälle) |
|---|---|---|
| 2016 | 1.500 | 300 bis 2.600 |
| 2017 | 1.380 | 410 bis 2.340 |
| 2018 | 9.400 | 8.100 bis 10.700 |
| 2019 | 7.600 | 6.200 bis 8.900 |
| 2020 | 3.700 | 2.500 bis 5.000 |
| 2021 | 1.740 | 800 bis 2.670 |
| 2022 | 4.300 | 2.900 bis 5.800 |
| 2023 | 2.700 | 1.400 bis 4.000 |
| 2024 | 2.400 | 900 bis 3.700 |
| 2025 | 2.400 | 1.200 bis 3.600 |
| 2026 | 16.300 | 14.800 bis 17.700 |
Hitze steht so gut wie nie als Todesursache im Totenschein. Menschen sterben an Herzinfarkt, Kreislaufversagen oder Dehydrierung, Hitze ist nur der Auslöser. Das RKI zählt die Fälle deshalb nicht einzeln, sondern schätzt sie über ein statistisches Modell. Für jede Woche vergleicht das Modell zwei Dinge: wie viele Menschen gestorben sind und wie warm es im Wochendurchschnitt an 52 Wetterstationen war.
Aus den Daten früherer Jahre zeigt sich ein Muster: Sobald es im Wochendurchschnitt wärmer als etwa 20 °C ist, sterben spürbar mehr Menschen. Das Modell rechnet dann zweimal: einmal mit der tatsächlich gemessenen Temperatur, einmal mit einer für die Jahreszeit normalen Temperatur. Der Unterschied zwischen beiden Ergebnissen sind die „hitzebedingten Sterbefälle". Gezählt wurde dabei kein einziger konkreter Fall.
Die gemeldeten Sterbefälle über dem üblichen Wert sind dagegen einfaches Nachrechnen: Man nimmt die gemeldeten Sterbefälle einer Kalenderwoche und zieht davon den Median (den mittleren Wert) derselben Kalenderwoche aus bis zu vier Vorjahren ab. Das ist die Vergleichsmethode, die auch das Statistische Bundesamt verwendet. Sie braucht keine Modellannahmen, kann aber nicht unterscheiden, warum mehr Menschen starben: Hitze, eine Grippewelle oder etwas anderes.
Beide Zahlen gelten immer nur für die Bevölkerung insgesamt. Für keinen einzelnen Todesfall lässt sich damit sagen, ob die Hitze schuld war.
Nur eingeschränkt. Die Spalten je 100.000 Einwohner gleichen die unterschiedliche Größe der Bundesländer aus; nach ihnen richtet sich auch die Farbe auf der Karte. Zwei Einschränkungen bleiben aber:
Bei den gemeldeten Zahlen kommt hinzu: Ob eine Woche als Hitzewellen-Woche gilt, entscheidet pro Bundesland eine einzige Wetterstation. War es dort zufällig kühler als im Rest des Landes, fehlt die Woche in der Rechnung.